Videodokument in Farbe der deutschen Wehrmacht auf ihrem Russlandfeldzug.
Hinterlegt ist dieses Video mit dem Lied “Lili Marleen” von Lale Anderson .
Hintergrund:
Zur Verbreitung und Popularität des Liedes gibt es mehrere Versionen:
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Lied erst vom Soldatensender Belgrad, dem dortigen Sender der Wehrmacht, jeden Abend gesendet. Man hatte bei der Übernahme der Station einige Platten vom Wiener Rundfunk erbeten und einiges erhalten, das selten gespielt wurde – darunter eben auch die Lili Marleen-Scheibe von Lale Andersen. Man spielte diese Platte aus Mangel anderer öfter, bis von Berlin Einspruch erhoben wurde und man es unterließ. Kurze Zeit später kamen von allen Frontseiten Anfragen, warum man Lili Marleen nicht mehr spiele. Und danach wurde sie jeden Abend zum Sendeschluss kurz vor 22 Uhr gespielt.
Eine etwas andere Version hat Paul Carell in seinem Buch “Mit Rommel in Afrika” (ISBN: 3548024882) veröffentlicht (Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung):
In Krefeld jedoch fand sie im Frühjahr 1940 vor dem Frankreichfeldzug bei der 2. Panzerspähkompanie der Aufklärungsabteilung 3 Beachtung. Dort hörten die Unteroffziere der Kompanie jeden Abend das Lied, das ihnen gefiel. Zur Kompanie gehörte auch der damalige Feldwebel d. Res. Karl-Heinz Reintgen, der vom Sender Berlin kam. Ihm gefiel Lili Marleen besonders gut. Die Kompanie wurde im Frühjahr 1941 nach Afrika verlegt; Reintgen, mittlereweile Leutnant, wurde Sendeleiter am Wehrmachtsender Belgrad. Er hatte dorthin die Platte mitgenommen und spielte sie aus Anhänglichkeit zu seiner alten Kompanie jeden Abend um 21.57 Uhr.
Bald breitete sich das Lied über alle anderen Wehrmachtssender aus. So wurde Lili Marleen, obwohl das NS-Regime das Lied wegen seines „morbiden und depressiven“ Textes vorübergehend verbot, zu einem „Schicksalslied“ des Zweiten Weltkriegs.
Auch unter den alliierten Soldaten wurde Lili Marleen gesungen. Bereits 1941 wurde es durch englische Truppen in Nordafrika so oft mitgesungen, dass die Generalität einschreiten musste. Als Marlene Dietrich ab 1943 das Lied vor amerikanischen Soldaten sang und es damit bei den Truppen der Alliierten richtig populär machte, störte es niemanden, dass vom gleichen Komponisten die Musik für Propagandamärsche wie Bomben auf Engeland oder das U-Boot-Lied geschrieben wurde.

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