3.06.2008

Willibald Unfried - Ein deutscher Held

Willibald Unfrei wurde am 16.06.1919 in Großenwied/Feuchtwangen geboren.
Er kam am 14.08.1940 zur 9. Kompanie des Infanterie-Regiments 213, der 73. Infanteriedivision und nahm am Balkan- und Ostfeldzug teil.
Innerhalb seiner Kompanie war er als MG-Schütze 1 eingesetzt.
Mitte August 1941 zeichnete er sich bei einem Gefecht bei Postolany besonders aus und war einer der Ersten die am 10.09.1941 den Ort Novaja Majatschka eroberten, wofür er das EK II bekam.
Bei den Kämpfen um die Landenge von Perekop und am Tatarenwall zeichnete er sich wiederholt durch seine große Tapferkeit aus und ermöglichte es seinen ´Kameraden sich weitestgehend im Schutz des eigenen MG-Feuers, an die feindlichen Stellungen heranzuschieben.
Bei den Kämpfen um Kertsch verhinderte er einen russischen Gegenangriff und verhinderte somit arge Verluste der Kompanie. Dafür erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Der Gegenangriff des Feindes bei Tambowka am 31.12.1941 konnte nur durch Unfried verhindert werden, ebenso wie ein Angriff am 16.01.1942 auf Adschigol.
Für seine Tapferkeit und seinen Mut erhielt der 22 Jährige am 04.03.1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Der damalige Regimentskommandeur Oberst Hitzfeld schreib dazu:

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem

Gefreiten Willibald Unfried

das Ritterkreuz des Eisernen kreuzes verliehen. Damit wurde ein ganz besonders tapferer und tüchtiger Soldat unseres Regiments ausgezeichnet. Gefreiter Unfried hat an allen Kämpfen des Regiments im Osten teilgenommen. Seine mehrfach bewiesene Unerschrockenheit wurde somit belohnt. Das wir die grossen Erfolge im Angriff und in der Abwehr stärkster feindlicher Gegenangriffe erringen konnten, verdanken wir in erster Linie unseren unvergleichlichen Landsern, vor allen den unerschrockenen, zähen MG-Schützen. Sie schreckte nicht die feindliche Übermacht und auch nicht die unerhörten Strapazen dieses Russland-Krieges. Sie sind die Infanteristen, die die Hauptlast des Kampfes tragen, die besten Soldaten der Welt. Die hohe Auszeichnung, die Unfried bekam, würdigt in gleicher Weise die Leistung aller unserer tapferen Landser im Regiment. Sie soll aber auch Ansporn sein zu gleichen Soldatentugenden. Wir sind alle stolz und freuen uns mit unseren tapferen Unfried.

Aufgrund der Verleihung des Ritterkreuzes erhielt er Sonderurlaub und wurde für mehrere Tage in seiner Wahlheimat Uttenhofen begrüßt. Anlässlich seines Besuches am 25.05.1942 wurde folgendes Gedicht verfasst:




Unser Ritterkreuzträger

Auf der Krim - drüben im fernen Osten
stand unser Willibald mit seinen Kameraden auf Posten
Damit die Heimat in Frieden arbeiten kann
steht jeder dort drüben heut seinen Mann.
Einmal schon früh um sieben kamen die Bolschewisten
“Da gibt es heut wieder was auszumisten!”
so denkt unser “Willi” und hält sich bereit
um ihnen zu geben das letzte Geleit.
Sie mussten zurück mit blutigen Köpfen
und unsere Männer konnten wieder Luft schöpfen.
Ein zweites mal kamen sie angerannt
gleich zwei Kompanien wurden genannt.
Doch auch sie wurden mächtig empfangen
und gingen dahin, wie vorher die anderen gegangen.
Die russischen Kommissare gaben aber noch keine Ruh
sie hetzten ihre Männer in den Tod immerzu.
Am Nachmittag kam ein ganzes Bataillon,
uns`re Sicherungen gingen zurück auf die Hauptkampflinie schon.
Doch unser Willibald blieb immer noch liegen,
denn hier ging es um Kämpfen und Siegen
“Zum Zurückgehen hat es immer noch Zeit!.”
denkt er und macht sich zum Empfang der Russen bereit.
Ein prima MG und 500 Schuss Munition,
da kann schon kommen ein ganzes Bataillon.
Drei Trommeln zu je 50 legt er noch extra bereit,
um ihnen zu schicken `nen Fahrschein für die Ewigkeit.
Sie kommen immer näher - sie fühlen sich allein
und denken gar nicht, daß hier ein Deutscher könnte sein.
Die Spannung zerrt an den Nerven ungeheuer
doch spart er es auf sein wirksames Feuer.
Jetzt formieren sie sich zum Angriff schon.
Jetzt seig, was Du kannst, Du Frankensohn!
Doch er lässt nicht lange auf sich warten
und verdirbt den Russen die schönsten Trumpfkarten.
Der Gegner ist vollkommen überrumpelt -
unser “Willi” sorgt schon dafür, daß keiner mehr humpelt.
Doch schnell noch eine Trommel aufgesteckt
und hinein gehalten, daß es nur so fleckt.
Sie liegen auf dem Bauche - einer erhebt sich dann
er hebt auch die Hände - der gute Mann.
“Hallo Ruski!” ruft Willi sie an
und zeigt ihnen mit dem Arme die Richtung an.
30 Mann kommen, nur ein paar laufen davon,
“Laß sie laufen” denkt” Willi “das langt ihnen schon!”
So kommt er als Sieger bei seiner Kompanie an,
das war ein Halloh - es freuten sich alle Mann.
Unser Führer gab ihm den schönsten Lohn -
Das Ritterkreuz schmückt jetzt diesen tapferen Frankensohn.
Er ist in unserer Mitte heut
und weiß genau, wie sehr uns das freut.
Der Himmel möge ihn weiterhin schützen
und ihm selbst möge das Soldatenglück nützen!

Willibald Unfried starb am 21.07.1994 in Neuendettelsau.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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